Geprägte Goldbarren

Goldbarren werden in der Regel in den Gewichten 1g bis 100g geprägt hergestellt.

Hier wird bei der Goldbarrenproduktion aus einem auf die jeweils exakt benötigte Dicke ausgewalztes Goldband zunächst Barrenrohlinge ausgestanzt. Diese werden dann, ähnlich wie bei der Herstellung von Münzen, unter hohem Druck beidseitig geprägt. Hierbei wird meist erhaben das gewünschte Prägebild mit Herstellerlogo, Gewicht sowie Feingehalt in den Barren eingebracht. Das Metall fliesst durch den Druck bei der Prägung in der verwendete Prägeform und füllt die in den Prägestempeln eingebrachten Beschriftungsvertiefungen aus. Die übrigbleibenden planen Oberflächen werden durch den hohen Druck meist hochglänzend. Geprägte Goldbarren erhält man meist in den Stückelungen 1g Barren, 5g Barren, 10g Barren, 20g Barren, 1oz Barren, 50g Barren und 100g Barren.



Vorteile

Der Vorteil geprägter Goldbarren ist die plane und gut stapelbare Oberfläche. Das Prägebild ist in der Regel hochglänzend und die Barren ähneln ihrer Prägequalität eher Goldmünzen als klassischen Goldbarren. Bei kleineren geprägten Goldbarren lassen sich grössere Stückzahlen durch die Fliessbandfertigung günstiger herstellen als gegossene Barren.

Das Prägebild läßt sich auch im kleinen gut lesen und beliebig gestalten. So können ausser Beschriftungen auch filigrane Bilder, Rückseitenschraffierungen oder erhabene Rahmenränder eingeprägt werden.

Nachteile

Der Nachteile geprägter Goldbarren ist vor allem die empfindliche Oberfläche. Durch die scharfen Ränder und die planen Flächen können leicht Kratzer und Schrammen das nach der Produktion meist perfekte Barrenbild beeinträchtigen. Einmal der Schutzhülle entnommen sieht man bereits jeden Fingerabdruck als Fettabdruck auf der Oberfläche. Geprägte Goldbarren können deshalb meist nicht ohne optische Qualitätseinbußen mehrfach gehandelt werden. Bei geprägten Goldbarren grösser als 100g ist es schwierig, eine perfekt gleichmässige Oberfläche zu produzieren.


Eine Besonderheit unter den geprägten Goldbarren sind sogenannte Goldtafeln. Hier wird nicht jeweils ein Goldbarren einzeln geprägt, sondern gleich eine ganze Barrentafel mit z.B. 50 x 1g Goldbarren auf einmal. Die Sollbruchstellen sind dabei so perfekt ausgelegt, dass jeder einzelne Goldbarren nach dem Zerteilen des Goldtafelbarrens ein identisches Eigengewicht ausweisst und weder scharfe Kanten noch Unregelmässigkeiten hat. Das Patent dieses CombiBar Herstellungsverfahrens liegt bei der ESG und wurde zur Produktion und zum weltweiten Vertrieb an die Schweizer Prägeanstalt Valcambi vergeben.