Degussa Goldbarren - alt (bis 2004)
Die Degussa war wohl über Generationen Deutschlands bekannteste Scheideanstalt und der bekannteste deutsche Barrenhersteller. Die Firma wurde 1843 von Friedrich Ernst Roessler gegründet und 1873 in DEGUSSA (Deutsche Gold und Silberscheideanstalt) in eine AG umgewandelt, welche von da an stetig wuchs. Zum Edelmetallgeschäft kamen über die Jahre noch zahlreiche andere Geschäftsbereiche wie Spezialchemie, Düngemittel, etc. hinzu, welche in der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg den Degussa-Konzern dominierten. Der Degussa Konzern hat sich dann vor einigen Jahren aus dem Edelmetallrecycling und -Handelsbereich ganz zurückgezogen, weshalb seit 2004 / 2005 keine gegossenen Barren und geprägte Barren mehr mit dem Degussa-Logo hergestellt wurden. Der Edelmetallbereich der Degussa wurde großteils an den belgischen Umicore Konzern verkauft. Dieser verzichtete darauf das Degussa-Logo weiterhin auf Barren einzusetzen da die Marke immer noch mit den Firmensünden der Nazivergangenheit negativ belastet war. So schmolz die Degussa während des dritten Reiches z.B. von den Nazis geraubtes Altgold und Zahngold in Barren um. In der Nachkrigszeit blühte die Degussa als international tätiger Chemiekonzern, Edelmetallhändler und Barrenhersteller zu alter und neuer Größe auf. Alte Degussa-Barren sind heute immer noch zahlreich im Umlauf und werden auch weiterhin bei Banken und im normalen Goldhandel an- und verkauft. Es gab / gibt Degussa-Goldbarren in allen Standardgrössen wie z.B. 1g, 2g, 2,5g, 5g, 10g, 20g, 1oz, 50g, 100g, 250g, 500g, 1000g, 400oz, sowie länderspezifische Barrengewichte wie z.B. Tolar-Barren.
Degussa Goldbarren - neu (ab 2011)
Im Jahre 2010 verkaufte die EVONIK, zu welcher der ehemalige Degussa Chemiekonzern mittlerweile umfirmierte, die Namensrechte des Edelmetall Markennamens Degussa samt den Rechten am ehemaligen Logo mit abgebildeter Sonne und Mond an die Schweizer Clair AG welche zum Firmenimperium des Milliardenerben August von Finck junior gehört. Diese legt nun wieder Barren mit altem Logo auf und zu vertreibt diese über eine eigene Goldhandelskette mit Sitz in München und Frankfurt. Weitere Vertriebsniederlassungen in Deutschen Großstädten sind geplant. Die erst frisch gegründete Firma wirbt zwar mit dem Renome "Degussa Gold und Silber seit 1843", verarbeitet selbst jedoch keine Edelmetalle und wurde erst 2010 gegründet. Die Barren werden, wie einige BARREN.de Produkte auch, als Agenturbarren von der grössten schweizer Barrenprägeanstalt Valcambi hergestellt. Letztendlich dürfte der Marketing-Gag sich einem im Goldhandel weltweit bekannt gewesenem Namens zu bedienen wohl zumindest für zahlreichen Pressrummel sorgen. Die Goldkäufer sind durch die inzwischen zahlreiche Markenvielfalt was Barrenprägungen angeht inzwischen sehr aufgeklärt und wissen: Gold ist Gold, und erlaubt ist was gefällt. Auch im professionellen Goldhandel spielt es für den Goldbarren-Rückkauf kaum eine Rolle welches Logo den Barren ziert. Hier zählt lediglich der Feingehalt 999,9, sind doch die Prägekosten im Verhältnis zum reinen Goldwert und den Handelsmargen nur von geringer Bedeutung.















