Thurn und Taxis Goldbarren

Die Adelsfamilie bzw. Firma Thurn & Taxis bringt man meist aus historischen Gründen mit dem ersten Deutschen Postunternehmen in Verbindung. Ende der 60er Jahre des letzten Jahrhunderts versuchte sich die Unternehmer-Familie auch im Goldhandel. Hierzu wurde die Firma Taxis Edelmetalle GmbH mit Sitz in Regensburg. Die Taxis Goldbarren wurden ab 1971 in Pforzheim bei der Firma Fr. Kammerer AG gegossen. Erhältlich waren die Barren in den Gewichten 10g, 20g, 50g, 100g und 250g. Richtig am Markt erhältlich waren die Barren jedoch nie, die meisten wurden lediglich an Mitarbeiter verkauft oder (damals war der Goldpreis noch niedriger), als Werbegeschenk eingesetzt. Im Jahre 1971 erwarb Thurn und Taxis die Mehrheit an der traditionellen Pforzheimer Scheideanstalt Doduco / Dürrwächter in welche die Firma Fr. Kammerer AG dann auch eingebracht wurde. 

Die Produktion von Thurn und Taxis Goldbarren währte nicht lange, sie wuren nur kurze Zeit geprägt. Aufgrund des rustikalen Aussehens mit dem aufgeprägten Familienwappen des Fürstenhauses werden die Barren bei einem Rückkauf an eine Scheideanstalt meist jedoch nicht eingeschmolzen, sondern an Sammler historischer Goldbarren weiterverkauft.